Aktuelles

An dieser Stelle finden Sie aktuelle Informationen rund um das Projekt "Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit am HRB Husen-Dalheim". Auch auf anstehende Termine wird hier hingewiesen.

Luftbilder der Altenau am Vorstau - Fische in der Sohlgleite der Hauptsperre!

Am 17.05.2017 war die Herstellung der neuen Altenau am Vorstau erfolgt, mittlerweile ist die Maßnahme dort abgeschlossen. Die Luftbilder vom Tag der Umbindung geben einen Eindruck aus der Vogelperspektive. Das Wasser ist noch braun, da noch lockere Bodenteilchen ausgetragen werden. Mittlerweile ist es längs klar.

In der Zwischenzeit haben auch erste Untersuchungen zum Fischbestand insgesamt und auch in der großen Sohlgleite in der Hauptsperre stattgefunden. Dort wurden neben Bachforellen (die möglicherweise eingesetzt wurden) auch zahlreiche Mühlkoppen, Elritzen und Schmerlen festgestellt. Dies zeigt, dass die Sohlgleite mit ihrer aufgelösten Bauweise, die tiefere, ruhigere Gumpen, aber auch schmalere, schneller strömende Abschnitte aufweist, als Lebensraum sowohl von kleineren als auch größeren Fischarten angenommen wird. Darüber hinaus ist es ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Durchgängigkeit für die Fische wieder hergestellt ist! Um die Wanderungsbewegungen direkt zu erfassen, insbesondere auch im Betriebsdurchlass der Hauptsperre, werden jedoch noch weitere Untersuchungen folgen. Auch werden die sonstigen bislang erhobenen Daten noch weiter ausgewertet.

(27.06.2017).

Einlauf Querungsbauwerk, Tag der Umbindung (17.05.2017)
Sohlgleite unterhalb Vorstau (17.05.2017)
Neue Altenau unterhalb Vorstau (17.05.2017)
Sohlgleite an der Hauptsperre

Umbau am Vorstau abgeschlossen!

Drei Wochen früher als geplant wurden die Umbaumaßnahmen am Vorstau beendet. Mit der Montage der Geländer steht jetzt der neue Aussichtspunkt den Besuchern offen. Die Kreisstraße nach Blankenrode ist wieder befahrbar. Auch die neue Altenaubrücke zwischen Vor- und Hauptsperre wurde ihrer Bestimmung übergeben.

Mit Ausnahme von Restarbeiten an der Hauptsperre sowie der Errichtung eines Weidezaunes an der Renaturierung konnte das Gesamtvorhaben "Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit am HRB Husen-Dalheim" damit erfolgreich abgeschlossen werden!

Luftbilder und erste Ergebnisse einer laufenden Erfolgskontrolle werden an dieser Stelle in Kürze bereitgestellt.

(21.06.2017)

Einlaufbereich Sohlgleite/Aussichtspunkt
Ruheplatz/Aussichtspunkt
Sohlgleite und neue Altenau am Vorstau
neue Altenaubrücke

Umbindung am Vorstau erfolgt: Altenau ist durchgängig!

Ein historischer Moment nach langen Jahren der Diskussionen und Planungen: Mit der Öffnung eines kleinen Erdwalles ist gestern die Umbindung der Altenau am Vorstau erfolgt. Der Bach fließt nunmehr durch das neue Querungsbauwerk und ist über eine Sohlgleite an den Bestandsverlauf unterhalb des Dammes angebunden. Damit ist die Altenau am HRB Husen-Dalheim ökologisch durchgängig!

Innerhalb der nächsten Wochen werden noch einige weitere Arbeiten am Vorstau erfolgen. Dazu zählt auch die "Feinjustierung" der Sohlgleite, die erst bei fließendem Wasser möglich ist.

Die Fotos geben einen Eindruck von der erfolgten Umbindung und der Sohlgleite.

(18.05.2017)

Kreuzungsbauwerk am Vorstau bekommt Gewässersohle!

Vorstau: Stahlwellprofil mit Gewässersohle
Vorstau: Kreuzungsbauwerk K69 und Weg zur Annenkapelle
Hauptstau: Sohlgleite

Das Stahlwellprofil am Vorstau zur Unterquerung der Kreisstraße 69 hat bereits die spätere Gewässersohle aus steinigem Bodenmaterial erhalten. Gumpen, das sind Übertiefungen der Sohle, bieten Fischen und anderen Gewässerorganismen später Ruhe- und Rückzugsräume. Ein geschwungener Verlauf der Mittelwasserrinne sowie Störsteine sorgen für abwechslungsreiche Strömungsverhältnisse.

Im Oberwasser der Kreisstraße wird am Betonbauwerk für den Wirtschaftsweg zur Annenkapelle gearbeitet. Wände und Decke sind weitestgehend fertig. In Kürze wird auch hier eine organismendurchgängige Bachsohle eingebaut.

Im Hauptstau laufen parallel letzte Bodenarbeiten. So wurde in weiten Teilbereichen die abschließende Oberbodenandeckung aufgebracht. Die Sohlgleite fügt sich mittlerweile gut in das gestaltete Gelände ein.

Mit dem Einbau von weiterem Totholz und dem Rückbau der Zufahrten wurde die Profilierung der Renaturierung zwischen Vor- und Hauptstau in der letzten Woche abgeschlossen. Dort wird demnächst der Zaun für die Beweidung errichtet sowie der Auenerlebnispfad gestaltet.

(26.04.2017)

Wellstahlprofil hergestellt!

Das Wellstahlprofil zur Unterquerung der Kreisstraße 69 (Richtung Blankenrode) ist fertiggestellt. Derzeit läuft der Einbau von Boden von außen um das Bauwerk herum. Dies stellt besondere Anforderungen an die Stabilität und Dichtigkeit. Später folgt der Einbau einer einer Bachsohle aus natürlichem Steinmaterial.

Die Fotostrecke vermittelt einen Eindruck vom Stand der Umsetzung.

(06.04.2017)

Am Querungsbauwerk wird geschraubt - und auch sonst tut sich so einiges!

Am Vorstau wird derzeit das Stahlwellprofil im Bereich der Querung der Kreisstraße nach Blankenrode eingebaut. 6.000 Schrauben sind nötig, bis alle Einzelteile sicher miteinander verbunden sind. Die Wegequerung direkt am Vorstau-Ufer wird durch ein Betonbauwerk hergestellt. Dort werden aktuell die Decken eingeschalt und in Kürze betoniert.

Zeitgleich schreitet der Ersatzbau für die alte Kreisstraßenbrücke zwischen Vorstau und Renaturierung voran. Fundamente und Wände sind weitgehend fertig.

Unterdessen entwickeln sich im Renaturierungsabschnitt immer neue vielfältige Strukturen. Überall sind Abfolgen verschiedener Sedimente von Schluff über Sand bis hin zu Kies und Schotter zu beobachten. Eigendynamisch sind sowohl flache Rauschen als auch tiefe Gumpen und Kolke entstanden. Die Lebensraumvielfalt für Kleinorganismen und Fische ist sehr groß.

In den unverfüllten Abschnitten des Altverlaufs der Altenau hat sich glasklares Regen- und Hangdruckwasser gesammelt. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis diese Kleingewässer zum Ablaichen durch Amphibien genutzt werden. Totholz und Sturzbäume schaffen zusätzliche Strukturen und Lebensräume.

(22.03.2017)

Vorstau: Querung Kreisstraße (auslaufseitig)
Vorstau: Querung Weg/Kreisstraße (einlaufseitig)
alte Kreisstraße: Brückenbau
Renaturierung: Strukturentwicklung an Wurzelstöcken
Renaturierung: Strukturvielfalt
Renaturierung: Sturzbaum an Altverlauf

Arbeiten im 2. Bauabschnitt gehen zügig voran!

Vorstau: Bodenplatte des Querungsbauwerks
neuer Bachabschnitt unterhalb des Vorstaus
Baustelle neue Brücke

 

Die Herstellung der vollständigen Durchgängigkeit der Altenau rückt näher. Am Vorstau wurde mittlerweile die Bodenplatte des Querungsbauwerks nördlich der Kreisstraße hergestellt. Derzeit werden die Schalungen für die Seitenwände errichtet.

Unterhalb der Kreisstraße wurde ein Teil der Sohlgleite sowie des neuen unbefestigten Bachabschnitts profiliert. Ebenso wie im unterhalb gelegenen Renaturierungsabschnitt ist in großem Umfang Totholz eingebaut worden, um Strukturelemente, Strömungsdynamik sowie Unterstände für Fische zu schaffen.

Die weiter altenauabwärts gelegene alte Kreisstraßenbrücke wurde abgebrochen. Die gepflasterte Sohlrampe mit Absturz wurde beseitigt. Hier entsteht eine neue Brücke mit größerer Profilbreite und nur geringem Längsgefälle in der Sohle. Zur Sicherung der Baugrube für die Fundamente der geplanten Brücke werden derzeit Spundwände eingebracht.

(22.02.2017)

Kreisstraße 69 (Verbindung L 817 - Blankenrode) gesperrt!

Umleitungsplan Vorstau

Aufgrund des weiteren Baufortschritts und der Erweiterung der Baugrube mit Öffnung des Straßendammes ist es erforderlich, die Kreisstraße 69 ab sofort zu sperren. Dabei handelt es sich um die Verbindung der L 817 (Husener Straße) mit Blankenrode. Umleitungen von und nach Blankenrode sowie zur Annenkapelle sind ausgeschildert.

Die Sperrung muss voraussichtlich bis zum Ende der Bauzeit aufrecht erhalten werden.

(27.01.2017)

Baugrube am Vorstau ausgehoben!

Baugrube Vorstau (Blickrichtung Kreisstraße)
Baugrube Vorstau (Blickrichtung Vorstau)

In den letzten Wochen wurde der östliche Teil der Baugrube für die Sohlgleite am Vorstau ausgehoben. Dies ist die Grundlage für die weiteren Arbeiten an der Sohlgleite sowie am geplanten Aussichtspunkt. In Kürze soll mit dem Einbau einer sogenannten Sauberkeitsschicht aus Beton auf der Grubensohle begonnen werden.

In einigen Tagen wird die bereits früher in der Presse sowie bei der Bürgerinformationsveranstaltung am 14.12.2016 angekündigte Sperrung der Kreisstraße erfolgen. Umleitungen sind ausgeschildert.

(25.01.2017)

Neuer Dauerstau füllt sich - Arbeiten am Vorstau haben begonnen!

neuer Dauerstau
Zufahrt zum Vorstau und zur Annenkapelle

Über den Jahreswechsel wurde der neue Dauerstau bereits weitgehend gefüllt. Über ein Abschlagbauwerk und eine Zuleitung erhält der neue See seit kurz vor Weihnachten Altenauwasser aus dem Bereich der Renaturierung.

Mit vorbereitenden Rodungen haben jetzt auch die Arbeiten zur Herstellung der Durchgängigkeit am Vorstau begonnen. Die Annenkapelle bleibt über eine ausgeschilderte Umleitung weiter erreichbar.

(09.01.2017)

Rege Teilnahme an Informationsveranstaltung - Videopremiere!

Etwa 30 Bürgerinnen und Bürger informierten sich am 14.12.2016 über den Stand der Umsetzung des Gesamtprojektes. Zunächst wurde ein Überblick über die Teilmaßnahme "Umbau der Hauptsperre" gegeben, anschließend die nahezu abgeschlossene Renaturierung vorgestellt. Schließlich gab es einen Ausblick auf die ab Anfang 2017 beginnende Umgestaltung des Vorstaus zur Herstellung der Durchgängkeit dort. Intensiv wurde auch über die von einigen geforderte Entnahme von Sedimenten aus dem Vorstau diskutiert. Ausführliche Informationen zum Umbau von Haupt- und Vorsperre, zur Renaturierung sowie zu den Fakten, die zur Ablehnung des Ausbaggerns seitens des WOL geführt haben, finden Sie unter Downloads.

Zum Abschluss des Abends unter Leitung von Landrat Manfred Müller wurde erstmals das oben zu sehende Video zur Renaturierung gezeigt.

(15.12.2016)

Luftbilder der neuen Altenau!

Bürgerinformation am 14.12.2016!

neue Altenau

Zur Infomation über den Stand der baulichen Umsetzung am Hauptstau und der Renaturierung sowie über die bevorstehenden Maßnahmen am Vorstau lädt der Wasserverband Obere Lippe (WOL) alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich ein:

Bürgerinformation Mittwoch, 14.12.2016, 18:30 Uhr im Sportlerheim Husen.

Im Rahmen der Veranstaltung wird auch noch einmal detailliert dargestellt, aus welchen Gründen der WOL die Entnahme von Sedimenten aus dem Vorstau ablehnt. Eine Video-Dokumentation der Flutung des neuen Altenauprofils vom Boden und aus der Luft eröffnet neue Perspektiven auf den Renaturierungsabschnitt. Im Rahmen der Veranstaltung besteht auch die Möglichkeit zur Diskussion.

(05.12.2016)

Neue Altenau fließt!

Am Mittwoch, 22.11.2016, wurde die Altenau im Bereich der Renaturierung in ihr neues Bett gelenkt. Zuvor war über mehrere Wochen bereits ein geringer Abschlag über Rohre erfolgt, um  eine Befeuchtung der Aue und ihrers Schotterkörpers zu erreichen. Am Tag der Umbindung wurde auch umfangreich Totholz in das neue Profil eingebracht. Dazu konnten Bäume genutzt werden, die aufgrund des sog. Eschentriebssterbens entweder bereits stark geschädigt oder sogar abgestorben waren.

Bevor das Bestandsgewässer abgebunden wurde, waren die vorhandenen Fische entnommen und in höher gelegene Abschnitte der Altenau verbracht worden. Tatkräftige Unterstützung leisteten dabei Mitglieder des Fischereivereins Husen. Dafür auch an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank!

In Kürze werden weitere Bilder von der neuen Altenau auf dieser Seite eingestellt.

(23.11.2016)

Blicke ins Dunkel: Strömungslenker eingebaut!

Wesentlich für den Erfolg der Maßnahme wird die Herstellung der Durchgängigkeit des Betriebsauslasses der Hauptsperre sein. Dabei handelt es sich um das über 100 m lange Rohr, durch welches das Wasser der Altenau durch den Damm geführt wird; das Rohr hat einen Durchmesser von 1,2 m. Auf seiner Sohle wurden Strömungslenker aus Edelstahl eingebaut. Sie werden für einen wechselnden Stromstrich und zugleich für Sedimentablagerungen auf der Rohrsohle sorgen. Auf diese Weise soll die Passierbarkeit auch für bodenorientiert lebende Fische wie die Koppe und andere Gewässerorganismen gewährleistet werden. Nach Inbetriebnahme wird der Wasserstand im Rohr im Regelfall etwa doppelt so hoch wie die Strömungslenker selbst sein.

Unterhalb des Auslasses ist die Gewässersohle um rund 60 cm angehoben worden. Somit besteht jetzt Sohlgleichheit zwischen Rohr und unterwasserseitigem Bachverlauf. Bislang war das Wasser der Altenau aus dem Rohr auf Gewässersohle hinabgestürzt. Zum Anschluss an die bestehende Gewässersohle wurde im weiteren Verlauf eine Sohlgleite hergestellt.

Die Bilder zeigen den Bauzustand im Oktober 2016.

(21.10.2016)

Trenndamm fast fertig!

Die Erdarbeiten zur Errichtung des Trenndamms für den neuen Dauerstau sind weitestgehend abgeschlossen. Die Planungshöhe ist erreicht, es fehlt noch die Herstellung des Weges und der Überlaufschwelle. Um spätere Versickerungsverluste möglichst gering zu halten, wurde auf der Seite des geplanten neuen Dauerstaus im Bereich der Sohle sowie der Ufer feinkörniges Bodenmaterial als Dichtschürze eingebaut.  

Auslaufseitig wurde die Sohle der Altenau im Bauwerk bis zur Sohlgleichheit mit dem Rohrauslass aufgehöht. Zur durchgängigen Anbindung an das bestehende Sohlniveau im weiteren Verlauf wird dort in Kürze der Bau einer Sohlgleite beginnen.

Parallel finden zahlreiche Metallbauarbeiten statt. Unter anderem wird ein Rechen vor dem Einlaufkopf der Hauptsperre installiert. 

(13.10.2016)

Vorstau: Planänderungsbeschluss liegt vor, Baubeginn im Dezember 2016!

Aus technischen, wirtschaftlichen und ökologischen Gründen wurde für die durchgängige Umgestaltung der Altenau im Bereich des Vorstaus eine günstigere Lösung entwickelt. Sie sieht einen neuen Durchlass unter der Kreisstraße nach Blankenrode hindurch vor. Die veränderte Planungsabsicht war bereits im Februar 2016 öffentlich vorgestellt worden (siehe Bürgerinformation vom 15.02.2016). Nunmehr liegt der Planänderungsbeschluss der Bezirksregierung Detmold dazu vor. Das Vorhaben ist damit genehmigt. Aktuell läuft bereits das Ausschreibungsverfahren. Die vorgesehene Bauzeit ist Dezember 2016 bis Juli 2017. Den Lageplan zur Planänderung an Durchlassbauwerk und Umgehungsgerinne zum Herunterladen finden Sie unter Downloads.

(28.09.2016)

Trenndamm wächst weiter!

 

Aufgrund des trockenen Wetters in den letzten Wochen geht die Herstellung des Trenndamms derzeit gut voran. Die geforderten Dichtigkeiten sowie die Standsicherheit machen es erforderlich, die einzubauenden Bodenmaterialen lagenweise aufzubereiten und zu verdichten. Am Dammfuß sind ferner Drainagen einzubringen. Darüber hinaus war auch der Grundablass des späteren neuen Dauerstaus zu errichten.

Um die günstige Witterung beim besonders anspruchsvollen Trenndamm voll zu nutzen, werden die weiteren Arbeiten im Bereich der Renaturierung zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt.

Parallel zu den Arbeiten am Trenndamm wurde ein Großteil des Aushubs für die Sohlgleite im Anschluss an den Durchlass des Absperrdamms vorgenommen. Weitere Profilierungen sowie die Abdeckung und Gestaltung mit Gesteinsmaterial stehen jedoch noch bevor. Die spätere Form ist jedoch bereits zu erahnen.

(26.09.2016)

Maschineneinsatz am neuen Trenndamm
Teilabschnitt der Renaturierung

Mit Hochdruck das gute Wetter nutzen!

Mit großem Personal- und Maschineneinsatz wird derzeit am neuen Absperrdamm sowie am Umbau des Einlaufkopfes der Hauptsperre gearbeitet. Trockenes Wetter und geringe Abflüsse sollen für diese wichtigen Arbeitsschritte genutzt werden.

Die Grundform des Initialgerinnes der Renaturierung ist bereits weitgehend fertiggestellt. Dort stehen jetzt noch Nachprofilierungen und Totholzeinbau an.

(19.08.2016)

Durchbruch geschafft!

Ein weiterer wichtiger Schritt zur Herstellung des HRB Husen-Dalheim ist geschafft: Ein rund 1,5 x 2 m großes Loch im Einlaufkopf wird zukünftig die Anbindung einer Sohlgleite ermöglichen. Aufwändig wurden an zwei Tagen mit Hilfe einer diamantbesetzten Seilsäge große Blöcke aus der Wandung herausgeschnitten. Das Loch wird nunmehr mit Hilfe eines Betonrahmens stabilisiert. Anschließend kann der tiefliegende "Sumpf" des Einlaufkopfes bis auf das spätere Sohlniveau aufgefüllt werden.

Parallel wurde bereits sehr weitgehend der Oberboden im Bereich der Renaturierung abgetragen. Dort lässt sich jetzt bereits der spätere Bachverlauf erahnen.

Infotafeln erläutern Passanten die laufende Maßnahme.

(03.08.2016)

Im unteren Teil des Einlaufkopfes ist das etwa türgroße Loch zur Anbindung der Sohlgeite zu erkennen.
Von der Seite wird die Dicke des Betons deutlich.

Bauarbeiten werden fortgesetzt

Bagger im Hauptstau (Archiv)

Nachdem es in den vergangenen Wochen zu nass gewesen war, wurden die Arbeiten wieder aufgenommen.

Zunächst wird nun das Altenauwasser im Absperrbauwerk über die Turbinenleitung umgeleitet. Dies ist notwendig, um im Bereich des Einlaufkopfes den Aushub für den Anschluss der späteren Sohlgleite herstellen zu können. Der Betriebsauslass, d. h. das Rohr, das normalerweise das Altenauwasser abführt, fällt dadurch trocken.

Parallel wird mit der lagenweisen Herstellung des neuen Absperrdamms begonnen. Der Boden dafür stammt aus dem Bereich der Renaturierung oberhalb des Hauptstaus, so dass auch dort die Umgestaltung Form annimmt.

(12.07.2016)

Boden zu nass: Bauarbeiten unterbrochen

Aufgrund der anhaltend wechselhaften Witterung der letzten Wochen mit teilweise heftigen Niederschlägen ist das Baufeld für effizientes Arbeiten im Moment zu nass. Die Bauarbeiten sind daher derzeit unterbrochen.

Sofern die Wetterlage sich wie angekündigt verbessert, sollen die Arbeiten in der nächsten Woche (28. KW) wieder aufgenommen werden.

Das Bild zeigt den Renaturierungsabschnitt der Altenau oberhalb des Hauptstaus. Pfosten und Flatterbänder markieren die Bauflächen.

(04.07.2016)

Altenaurenaturierung unterhalb des HRB: Einladung zur Exkursion am 10.06.2016!

Renaturierung unterhalb des HRB im Februar 2016

In Zusammenarbeit mit Frau Birgit Rebbe-Schulte, der Ortsvorsteherin von Lichtenau, bietet der WOL am kommenden Freitag eine Exkursion an die renaturierte Altenau unterhalb des HRB Husen-Dalheim an.

Die Maßnahme schließt sich unmittelbar unterhalb an die Umgestaltung der Hauptsperre des HRB an. Dort war im letzten Jahr eine deutliche Laufverlängerung der Altenau mit zahlreichen Gewässerbögen, Flutmulden und Altarmstrukturen hergestellt worden. Ziele sind die Dynamisierung des Gewässers und eine verbesserte Rückhaltung von Wasser in der Aue.

Treffpunkt ist Freitag, der 10. Juni 2016, zunächst um 17.00 Uhr am Parkplatz in der Nähe der Annenkapelle sowie um 17.15 Uhr am Auslauf des HRB (Einfahrt oberhalb Ölmühle Arendes).

Über eine zahlreiche Teilnahme interessierter Bürgerinnen und Bürger würde sich der WOL sehr freuen!

(06.06.2016)

Umgestaltung der Hauptsperre hat begonnen!

Errichtung einer Baustraße

Nachdem im Februar zunächst notwendige Gehölzrodungen stattgefunden hatten, haben nunmehr die wesentlichen Erd- und Betonbauarbeiten zur Herstellung der Durchgängigkeit an der Hauptsperre begonnen. Zunächst wurden Vorarbeiten wie die Errichtung einer Baustraße und die Anlage von Baustelleneinrichtungsflächen vorgenommen. In Kürze wird die Altenau rechtsseitig über Rohre an das Auslaufbauwerk angeschlossen, um eine trockene Baugrube im Bereich des zukünftigen Einlaufs zu erreichen. Der Einlaufkopf wird zuerst umgebaut. Anschließend soll dann an der Sohlgleite sowie parallel am sog. Mönchbauwerk des geplanten Absperrdamms gearbeitet werden. Erst danach kann dann auch die Profilierung im Renaturierungsabschnitt beginnen.

Bereits in Angriff genommen wurde der westliche Teil der Zuleitung zum neuen Dauerstau. Dazu ist zunächst eine baggertaugliche Bautrasse hergerichtet worden. Im ökologisch besonders sensiblen Teil am sogenannten Biotop wurde darauf allerdings verzichtet. Stattdessen werden dort boden- und vegetationsschonende Kleingeräte eingesetzt.

(25.05.2016)

Beurteilung einer möglichen Sedimententnahme aus dem Vorstau

Vorstau (Febr. 2016)

Die Sedimenträumung des Vorstaus wäre ein großer Eingriff in hochwertige und gesetzlich geschützte Biotope, dazu technisch sehr aufwändig und würde sehr hohe Kosten verursachen, für die Ersatzgelder nicht verwendet werden dürften. Zu diesen Ergebnissen kommt eine gutachterliche Beurteilung, die vom WOL in Auftrag gegeben wurde.

Demnach haben sich in den letzten Jahrzehnten ökologisch wertvolle Verlandungszonen im Vorstau entwickelt. Röhrichte, Seggenriede, Hochstaudenfluren und Ufergehölze bieten selten gewordene Lebensräume für zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten. Aus diese Grund sind solche Biotope nach § 30 Bundesnaturschutzgesetz in Verbindung mit § 62 Landschaftsgesetz NRW geschützt. Maßnahmen, die zu deren erheblicher Beeinträchtigung oder Zerstörung führen, sind verboten.

Bodenchemische Untersuchungen hatten darüber hinaus gezeigt, dass die Sedimente erhebliche Belastungen mit Schwermetallen, insbesondere Blei und Zink, aufwiesen; außerdem ist der Gehalt an organischem Material sehr hoch. Aus diesen Gründen wäre bei einer Entnahme eine teure Deponierung der Sedimente erforderlich. Rein technisch wäre eine Räumung sehr schwierig und aufwändig, da entweder ein Ablassen des Sees und eine Trocknung erforderlich wären oder eine Nassentnahme mittels Saugbagger und Anlage von Polderflächen zur Aufnahme des Räumgutes. Insgesamt würde eine Räumung je nach Umfang Kosten in Höhe von 2,3 - 3,5 Mio. Euro verursachen.

In der Diskussion um eine mögliche Sedimenträumung wurde angeregt, die Baukosten zumindest teilweise durch Ersatzgelder aus der Windenergienutzung zu finanzieren. Gemäß gültigem Windenergie-Erlass vom November 2015 ist im Rahmen der Zulassung einer Windenergieanlage für den Eingriff in das Landschaftsbild Kompensation in Form eines Ersatzgeldes zu leisten. Dies berechnet sich nach Anlagenhöhe und umgebender Landschaftsausstattung. Bei Berücksichtigung eines mittleren Ersatzgeld-Ansatzes von 100 Euro je Meter Anlagenhöhe würde das bedeuten, dass bei Vollfinanzierung durch Ersatzgelder Mittel aus mindestens 100 Anlagen für die Ausbaggerung verwendet werden müssten. Nach Bundesnaturschutzgesetz sind Ersatzgelder zweckgebunden für Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege zu verwenden. Eine Sedimenträumung würde diese Kriterien nicht erfüllen.

Aus den genannten Gründen lehnt der Wasserverband Obere Lippe daher die Entnahme der Sedimente aus dem Vorstau ab. Dieser Haltung hat sich auch der Umweltausschuss der Stadt Lichtenau in seiner Sitzung am 28. April 2016 angeschlossen.

Die vollständige Beurteilung einer möglichen Sedimententnahme aus dem Vorstau steht zum Download bereit.

(06.05.2016)

Großes Interesse der Bevölkerung an Bürgerinformation am 15.02.2016

Rund 60 Interessierte haben sich gestern in Husen im Beisein von Verbandsvorsteher Landrat Manfred Müller und WOL-Vorstandsmitglied Martin Hübner über den derzeitigen Stand des Vorhabens und eine veränderte Planung im Bereich des Vorstaus informieren lassen. 

Wasserverband-Geschäftsführer Volker Karthaus erläuterte anhand einer Präsentation zur Bürgerinformation vom 15.02.2016 zunächst den bisherigen Projektablauf einschließlich der notwendigen Vorarbeiten. Nach im Januar erfolgter Auftragsvergabe an das Bauunternehmen Michael Richter Tiefbau GmbH aus Paderborn werden die Erdarbeiten zur Umsetzung des ersten Bauabschnitts im Frühjahr beginnen. Dabei sollen zunächst der Einlaufkopf an der Hauptsperre umgebaut und die einlaufseitige Sohlgleite hergestellt werden. Danach folgen die Errichtung des Absperrdammes für den neuen Dauerstau sowie die Renaturierung der Altenau im Bereich zwischen Haupt- und Vorsperre. Diese Arbeiten sollen bis zum Herbst 2016 abgeschlossen sein.

Im Anschluss ist mit dem Umbau des Vorstaus der zweite Bauabschnitt vorgesehen. Auch aufgrund von Anregungen aus der Bevölkerung wurde hier eine Umplanung vorgenommen. Über das grundlegende Projektziel „Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit“ hinaus soll nunmehr auch eine größere Wasserfläche als bisher geplant erhalten werden.

Dazu wird der Vorstau in einen westlichen und einen östlichen See bei gleich bleibendem Wasserspiegelniveau geteilt. Die Altenau soll zukünftig durch einen neu zu errichtenden Durchlass unter der Kreisstraße hindurchgeführt und unterhalb des bestehenden Tosbeckens wieder an den Hauptlauf angeschlossen werden. Aufgrund der Durchleitung in Fortsetzung einer schon bestehenden Fließrinne wird, anders als bei der Genehmigungsplanung sofort ab Fertigstellung der Großteil der Sedimente durchtransportiert und nicht mehr im Vorstau abgelagert (Entwurf Vorstau Februar 2016).

Durch die Planungsänderung wird der westliche Seeteil nur noch bei höheren Abflüssen beaufschlagt, so dass auch nur ein geringer Anteil der Sedimente dorthin gelangt. Die Verlandung dieses Seeteils wird drastisch verlangsamt. Der östliche, schon heute nur noch 20 – 40 cm tiefe Seeteil wird demgegenüber, wenn auch langsamer, weiter aufsedimentieren. Dort sind bereits heute sehr hochwertige und gesetzlich geschützte Röhrichte und Flachwasserbereiche entstanden (Karte Biotoptypen). Diese werden von zahlreichen seltenen und gefährdeten Vogelarten als Lebensraum genutzt.

Im Rahmen der Diskussion kam die Frage auf, ob der See nicht zum längeren Erhalt und zur Vergrößerung der Wasserfläche zusätzlich zu den o. g. Maßnahmen ausgebaggert werden könne.

Von Seiten des WOL wurde dazu erläutert, dass die Entnahme der Sedimente für die Funktion der Anlage als Hochwasser­schutzeinrichtung nicht notwendig ist. Aufgrund des besonderen Schutzstatus der Flachwasserlebensräume ist eine Räumung darüber hinaus kaum genehmigungsfähig. Die technisch sehr aufwändig Entnahme sowie die aufgrund von Belastungen mit Schwermetallen und organischen Bestandteilen erforderliche Deponierung der Sedimente würde ferner Kosten in Höhe von deutlich über 500.000 Euro verursachen. Aus den genannten Gründen erscheint eine Sedimenträumung daher derzeit kaum umsetzbar. Trotzdem findet weiterhin eine enge Abstimmung insbesondere mit dem Heimatverein statt, um möglicherweise weitere Optimierungen der Planung zu erreichen.

Abschließend kündigte Verbandsgeschäftsführer Karthaus an, zukünftig in regelmäßigen Abständen Baustellenbegehungen für interessierte Bürgerinnen und Bürger anzubieten. Darüber wird auf dieser Website sowie in der Presse informiert werden.

(19.02.2016)

Bürgerinformation am Montag, 15.02.2016, um 18.00 Uhr im Sportlerheim Husen

Mit dem Ablassen des Sees am Rückhaltebecken Husen-Dalheim im September 2014 hat der Wasserverband Obere Lippe (WOL) mit den Arbeiten zur Umgestaltung der Altenau begonnen. In den nächsten Monaten werden mit der Renaturierung der Altenau und dem Bau des neuen Dammes für den Naherholungssee die Arbeiten fortgesetzt. Die umfangreichen Baumaßnahmen wurden im Herbst 2015 öffentlich ausgeschrieben und der Auftrag für den ersten Bauabschnitt erteilt. Sobald die Witterung es zulässt wird die Baufirma mit den Baumaßnahmen beginnen.

Im Bereich des Vorstaubeckens hat der WOL eine Umplanung vorgenommen, die dem Wunsch der Bevölkerung nach Erhalt der Seefläche entgegenkommt. Im Rahmen einer Bürgerinformation möchte der WOL über den weiteren Projektablauf informieren und mögliche Frage der Bürger beantworten. Landrat Manfred Müller als Verbandsvorsteher des WOL und Ortsvorsteher Hans-Bernd Janzen laden alle Interessierten zu der Veranstaltung ein und erhoffen sich eine rege Teilnahme.

(05.02.2016)

Auftrag erteilt - Bauarbeiten beginnen noch im Februar

Der Auftrag zur Umgestaltung des Hauptstaus sowie zur Renaturierung der Altenau oberhalb wurde an das Bauunternehmen Michael Richter Tiefbau GmbH aus Paderborn erteilt. In den nächsten Tagen werden die Arbeiten mit der Räumung/Gehölzrodung der Zuleitungstrasse zum neuen Dauerstau beginnen. Die Erdarbeiten folgen etwas später. Sie sollen bis September 2016 abgeschlossen sein.

Die beigefügten Fotos zeigen aktuellen Zustand von Haupt- und Vorstau. Sie wurden am 22.01. bzw. 29.01.2016 aufgenommen.

(03.02.2016)

Hauptstau im Schnee am 22.01.2016
Stauwurzel des Hauptstaus: Die Altenau mit naturnaher Struktur auf ehemaliger Seesohle
Hauptstau mit geräumter Seesohle und bauzeitlichem Altenauverlauf
Blick auf den Vorstau vom Unterwasser des Auslaufs

 

Meldungen aus den Vorjahren finden Sie im Archiv.

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