MELDUNGEN DES JAHRES 2015

Aktuelle Informationen zu Ausschreibung und Sedimenten

Die Arbeiten zum Umbau der Hauptsperre wurden zwischenzeitlich ausgeschrieben. Vorgesehen ist, den Auftrag bis zum Jahresanfang 2016 zu vergeben. Bis zum Herbst 2016 sollen dann folgende Teilmaßnahmen abgeschlossen sein:

  • die Errichtung des neuen Absperrdamms sowie des neuen Dauerstaus,
  • der organismendurchgängige Umbau des Rohrdurchlasses,
  • die Herstellung der Sohlgleiten,
  • die Renaturierung der Altenau zwischen Haupt- und Vorsperre.

Den Gestaltungsplan finden Sie unter Ausführungsplanung.

Im Anschluss ist die Herstellung der Durchgängigkeit am Vorstau vorgesehen.

Über den Sommer 2015 hatten weitere Vorarbeiten stattgefunden: Informationen dazu erreichen Sie über Sedimenträumung und  Analyse von Böden und Sedimenten im Bereich des HRB.

Darüber hinaus wurde zwischenzeitlich die Renaturierung des Altenauabschnitts zwischen Hauptsperre und Ortslage Husen umgesetzt. Der angefallene Boden wurde zur weiteren Verwendung beim Umbau  des HRB dort abgelagert. Nähere Informationen zur genannten Altenaurenaturierung finden Sie auf der Website des WOL.

(13.11.2015)

Ausführungslageplan Hauptsperre und Renaturierung (hier nur Betrachtung, zum Download Link oben benutzen)
Ablagerung von Aushub im HRB
Bodenmieten im HRB

Sedimenträumung hat begonnen!

Am 09.07.2015 ist mit der Räumung der Sedimente aus dem Hauptstau begonnen worden. Zunächst wird der vorabgetrocknete Schlamm aus den Bereichen der Aufstandsfläche des geplanten Absperrdammes sowie der geplanten Sohlgleite zum Einlaufkopf mittels Raupe aus dem Baufeld abgeschoben. Dieses Material kann so noch weiter abtrocknen. Gleichzeitig werden aus der Böschung die vorhandenen Wasserbausteine ausgebaut und zur späteren Wiederverwendung separiert.

Diese Vorarbeiten können aufgrund der günstigen Witterung voraussichtlich in den nächsten drei Wochen abgeschlossen werden. Die Herstellung des Absperrdammes, der Sohlgleite sowie des neuen Altenauprofils oberhalb des Hauptstaus sollen im Herbst/Frühjahr beginnen. Die Ausführungsplanungen dazu laufen.

(10.07.2015)

Altenau bringt Kiese mit - Seesedimente werden untersucht

Bei den aktuell niedrigen Abflüssen wird erkennbar, was die Altenau in den letzten Monaten gemacht hat: Schotter und Kiese vom oberhalb liegenden Gewässerabschnitt antransportiert und auf der Sohle abgelagert! Diese Sedimente wären ohne das Ablassen des Sees schon im Stauwurzelbereich liegen geblieben; so aber stehen sie für die Fließgewässerentwicklung wieder zur Verfügung. Sobald die Durchgängigkeit des Auslaufbauwerks hergestellt sein wird, können sie auch wieder die unterhalb liegenden Bachabschnitte erreichen. Das ist wichtig zur Lebensraumentwicklung, da die Fische auf den umgelagerten Kiesen ablaichen. Der Bach schneidet sich dadurch auch nicht mehr so stark ein. Mitgebrachtes Totholz verbessert die Gewässerstruktur zusätzlich und bietet Lebensraum für Kleinorganismen.

In Teilbereichen haben sich im Schlamm der ehemaligen Seesohle bis zu 50 cm tiefe Trockenrisse gebildet. Von diesem Material, aber auch aus dem Vorstau sowie dem zwischen Haupt- und Vorstau liegenden Renaturierungsabschnitt, werden in den nächsten Wochen Proben genommen. Diese Proben werden anschließend im Hinblick auf mögliche chemische Belastungen näher untersucht, um die weiteren Verwendungs- und ggf. Verbringungsmöglichkeiten im Rahmen der Bauausführung einschätzen zu können.

Die Fotos links und unten zeigen den Zustand am 08.06.2015.

(09.06.2015)

Seesohle konsolidiert sich

Auslaufbereich
mittelerer Bereich mit Insel und Piepenbachzulauf
Trockenrisse im Schlamm der ehemaligen Seesohle
 

Nach dem Ablassen des Sees im September 2014 konsolidiert sich die ehemalige Seesohle weiter: In den rand- und stauwurzelnahen Bereichen ist der Schlamm in den oberen Schichten so stark abgetrocknet, dass sich tiefe Risse gebildet haben. In Richtung Auslauf ist die Sohle dagegen teilweise flach von Wasser bedeckt, da dort eine weitere Absenkung zur Zeit nicht möglich ist. Die Austräge von Sedimenten sind deutlich zurückgegangen. In Teilen setzt eine Selbstbegrünung ein.

(13.05.2015)

Die Altenau soll leben - Broschüre zum Download

Bereits im Jahr 2009 war vom Heimatverein Atteln, der Bezirksregierung Detmold sowie dem Wasserverband Obere Lippe die Broschüre "Die Altenau soll leben - ein Tal bekommt seinen Fluss zurück" herausgegeben worden. Neben umfangreichen Informationen zur Altenau insgesamt wird auch die Problematik des Dauerstaus am HRB Husen-Dalheim thematisiert. Zum Download gelangen Sie hier.

(30.01.2015)

Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger bei Informationsveranstaltung

 

Weit über 50 Interessierte ließen sich gestern im Beisein von Landrat Manfred Müller über den derzeitigen Stand des Vorhabens informieren. Im Anschluss an eine umfassende Präsentation der Planung durch den Geschäftsführer des WOL Volker Karthaus wurde auch noch einmal auf das Ablassen des Sees im Spätsommer 2014 zurückgeblickt. Dr. Günter Bockwinkel vom Planungsbüro NZO-GmbH, Bielefeld, stellte die damaligen Arbeiten und auch die Ergebnisse im Hinblick auf Fische, Edelkrebse und die Altenau unterhalb des Staus dar. Präsentationen des Abends finden Sie unter Downloads - Bürgerinformation 14.01.2015.

Im Rahmen einer anschließenden intensiven Diskussion wurden verschiedene Aspekte der Umgestaltung des HRB ausführlich besprochen. Viele Fragen und Anregungen betrafen dabei die neue Dauerstauseefläche sowie die vorhandene Insel. Teilweise gab es Forderungen nach einer Abgrabung der Insel, um Seefläche und Wasservolumen zu vergrößern. Wichtig war den Teilnehmern darüber hinaus die Frage einer möglichen Belastungen der Sedimente mit Schadstoffen, insbesondere Blei. Schließlich beschäftigte viele die Umgestaltung des HRB im Hinblick auf eine spätere Naherholungsnutzung. Dabei ging es unter anderem um mögliche Rundwege.

Folgende Ergebnisse bleiben dabei festzuhalten:

  • Die vorliegende Planung zur Umgestaltung des HRB Husen-Dalheim stellt eine Kompromisslösung zwischen den Vorgaben und Forderungen der Wasserrahmenrichtlinie auf der einen Seite und dem Interesse an einem Naherholungsgebiet mit Seewasserfläche dar. Dieser Lösung war auf einer Bürgerversammlung im Juni 2011 mehrheitlich zugestimmt worden.
  • Wesentliche Veränderungen an der Planung, wie etwa das Abgraben der Insel, würden, neben zusätzlichen Kosten, einen erneuten Einstieg in das aufwändige Genehmigungsverfahren mit entsprechenden Zeitverzögerungen bedeuten. In welchem Umfang auch in Zukunft Fördermittel vom Land bereit gestellt werden (derzeit sind es 80 %), ist darüber hinaus unklar.
  • Zu möglichen Schadstoff-Belastungen der im ehemaligen See vorhandenen Sedimente wird es weitergehende Untersuchungen und Bewertungen geben. Sobald es belastbare Aussagen dazu gibt, wird darüber informiert werden.
  • Die Anregung aus den Reihen der anwesenden Bürgerinnen und Bürger zur weiteren Attraktivierung des Plangebiets im Hinblick auf Naherholung und Information wurde gerne aufgenommen. Interessierte und Vereine sollen dabei eingebunden werden.
  • Derzeit werden die Genehmigungsplanungen im Hinblick auf die Ausführung konkretisiert. Voraussichtlich im Herbst soll im Rahmen einer erneuten Informationsveranstaltung, ggf. in Verbindung mit einem Termin vor Ort am HRB, über den dann erreichten Planungsstand informiert werden.

(15.01.2015, ergänzt 23.01.2015)

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